Bild und Text Sarah Kunz-Suppiger
«Jede bruucht sy Insel» – wer kennt den Song von Peter Reber nicht? Mit einfachen Worten bringt er ein tiefes Bedürfnis auf den Punkt: Jede und jeder von uns braucht einen Ort, an den er sich zurückziehen, durchatmen und neue Kraft schöpfen kann. Eine kleine Insel im Alltag, die Sicherheit gibt und Ruhe schenkt.
Dieses Gefühl spiegelt sich auch im Blick vom Gupf wider. Vor den Augen öffnet sich die Weite des Napfgebiets, während sich ein endloses Nebelmeer über die Täler legt. Daraus ragt ein einzelner Hügel hervor, gekrönt von einem Baum, der einsam und zugleich standhaft wirkt. Während ringsum alles im Schleier verschwindet, bleibt er sichtbar – wie eine Insel, die Orientierung gibt, wenn die Welt im Dunst versinkt.
So wie der Song uns an das Bedürfnis nach einem persönlichen Rückzugsort erinnert, zeigt auch diese Aussicht die stille Kraft der Natur. Sie lädt ein, innezuhalten, den Blick schweifen zu lassen und vielleicht die eigene «Insel» zu finden – sei es im Napfgebiet, in der Musik oder im Herzen.