225 000 Liter für den Ernstfall

Am Freitag, 18. Juli, konnte mit der Inbetriebnahme des neuen Feuerlöschwassertanks im Gebiet Waldegg ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Löschwasserversorgung in abgelegenen Gebieten gemacht werden.

Peter Helfenstein

14 geladene Gäste aus Politik, Feuerwehr, Planung und Bau trafen sich in der Waldegg zur feierlichen Übergabe des Werks. In seiner Begrüssung unterstrich Gemeindeammann Pius Hodel die Bedeutung dieser Investition für die Sicherheit im Gebiet Hergiswil/Menzberg: «Es ist uns ein grosses Anliegen, auch in abgelegenen Regionen einen wirkungsvollen Brandschutz sicherzustellen. Dieser neue Feuerlöschwassertank ist ein starkes Zeichen in diese Richtung.»

Oblt Martin Kunz am Strahlrohr.

Bild Peter Helfenstein

Ein Werk, das über die eigenen Gemeindegrenzen von Bedeutung ist
Der 225 000 Liter fassende Tank deckt nicht nur das umliegende Hergiswiler Gebiet ab, sondern kann im Ernstfall auch von der Feuerwehr Menznau genutzt werden – ein gutes Beispiel für gemeindeübergreifende Zusammenarbeit. Der nächstgelegene natürliche Wasserentnahmepunkt – die Enziwigger – liegt rund zwei Kilometer entfernt. In einer Einsatzsituation, insbesondere während den zunehmenden Trockenperioden, stellt dies eine logistische Herausforderung dar. Der neue Standort bringt hier eine wesentliche Entlastung. Der neue Löschwassertank verfügt über keine automatische Nachspeisung und muss nach der Nutzung manuell befüllt werden. Erstmalig wurde er im Frühling 2025 im Rahmen einer Feuerwehrübung mit Wasser aus der Enziwigger gefüllt. Dabei wurden gleichzeitig drei Motorspritzen einem rund fünfstündigen Belastungstest unterzogen. Bis auf Weiteres erfolgt die Wiederbefüllung des Tanks bei Bedarf über Wasserentnahme aus der Enziwigger, mit dem Tanklöschfahrzeug oder mittels geeigneter Transportfahrzeuge.
Der Bau des Tanks wurde möglich dank der Zusammenarbeit mit den Liegenschaftseigentümern Megi und Stephan Schärli, denen vor Ort herzlich für die Bereitstellung des Standorts gedankt wurde. Die Bauunternehmung Zettel AG hat den Feuerlöschwassertank gebaut und die Installationen, inklusive der Hydrantenanlage, wurden von Sanitär Künzli AG ausgeführt. Die Bauleitung lag beim Planungsbüro Planquadrat. Als Vertreter der Gebäudeversicherung des Kantons Luzern (GVL) war Ueli Wanner von der Abteilung Prävention anwesend. Der finanzielle Beitrag im Namen der GVL wurde ausdrücklich verdankt.

Bereits fünfter Löschwassertank auf Gemeindegebiet
Auch die Kommandanten der Feuerwehren von Hergiswil und Menznau, Stefan Buob und René Nietlisbach, nahmen an der Übergabe teil. Ihnen und ihren Teams wurde der Tank offiziell zur Nutzung und zum Unterhalt übergeben. Für Trainingszwecke wird das neue Infrastruktur-Element künftig einen wertvollen Dienst leisten. Mit dem Projekt Waldegg wurde bereits der fünfte Feuerlöschwassertank auf Gemeindegebiet Hergiswil realisiert. Weitere Anlagen befinden sich in Planung oder stehen kurz vor der Fertigstellung – etwa im Gebiet Tannen, wo lediglich noch die Hydrantenmontage aussteht. Weitere Standorte wie Hickern und Hübeli sind in der Planung. Zum Abschluss der Feierlichkeiten lud Gemeindeammann Pius Hodel zum gemeinsamen Anstossen auf die erfolgreiche Inbetriebnahme ein – in der Hoffnung, dass der neue Tank möglichst nie für Ernstfälle, dafür regelmässig für Übungen genutzt wird.

Waren bei der offiziellen Inbetriebnahme des Wassertanks vor Ort (v.l.): Pius Hodel, Gemeindeammann Hergiswil; Ueli Schöpfer, Gebäudeversicherung Luzern (GLV); Stefan Buob, Kommandant Feuerwehr Hergiswil; Adrian Duss, Gemeindepräsident Menznau; Ueli Wanner (GLV) und René Nietlispach, Kommandant Feuerwehr Menznau.

Bild Peter Helfenstein

Mit Rückenwind Richtung Sursee
Natürlich verlangte das Publikum nach dem offiziellen Teil eine Zugabe. Die Band war vorbereitet und spielte die Stimmungsmusik «Partyplanet», arrangiert von der Ostschweizer Band Fäaschbänkler. Da ging die Post ab! Damit war aber der Hunger des Publikums noch nicht gestillt. Und so endete das Konzert, wie es begann – mit einem Marsch. «Mailandzyt» des Schweizer Komponisten Fritz Rickli basiert auf der Melodie des traditionellen Liedes «S wott ab'r ä luschtige Summer gä».
Zusammenfassend darf man sagen, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, dass die JM H-M am Kantonal Jugendmusikfest in Sursee am Donnerstag, 19. Juni, ihren 1. Platz, den sie vor zwei Jahren in Ruswil erspielte, erfolgreich verteidigen wird.
Übrigens: Die richtige Antwort beim Schätzspiel betrug 118'460 Schritte. Der Erstplatzierte hat das Resultat mit einer Differenz von 460 Schritten sehr gut geschätzt. Bravo!

Weitere Bilder unter: www.peterhelfenstein.ch/fotogalerien/2025/Feuerloeschwassertank_Mittler-Waldegg/index.html