Inbetriebnahme eines Feuerlöschwassertanks

Am Samstag, 11. November, wurde offiziell der «Feuerlöschwassertank mit Hydrantenanlage Krieshütten» in Betrieb genommen. Zu diesem Anlass waren Gemeinderäte und Vertreter der Feuerwehren der Gemeinden Hergiswil und Luthern sowie Ueli Wanner von der Gebäudeversicherung Luzern (GVL) eingeladen.

Peter Helfenstein

Wegen dem garstigen Wetter versammelten sich die Eingeladenen im neuen Schafstall von Beat Huber und Silvia Wälti. Der Hergiswiler Gemeindeammann Pius Hodel informierte über die Entstehung des Feuerlöschwassertanks auf dem Hof Krieshütten. Er gab zu bedenken, dass die Gebiete der beiden Gemeinden Luthern und Hergiswil recht weitläufig und bei einem Brand schwierig zu erreichen und mit Feuerlöschwasser zu versorgen sind. Dies war war bei den Feuerwehren und der GVL immer wieder ein Thema, allerdings kein prioritäres der Gemeinderäte. Das änderte sich schlagartig, als Beat Huber ein Baugesuch für eine neue Schafscheune einreichte. Dieses Baugesuch bewog die Gemeinderäte von Luthern und Hergiswil, die GVL sowie die Feuerwehren beider Gemeinden, mit Beat Huber im Rahmen des Scheunenbaus über den Bau eines Feuerlöschwassertanks zu verhandeln.

Zehn Liegenschaften mit Löschwasser versorgt
Nach verschiedenen Abklärungen mit allen Beteiligten, u.a. wegen der Kostenbeteiligung, konnte das Projekt realisiert werden. Mit dem neuen Tank können zehn Liegenschaften in unmittelbarer Nähe sowie zehn zusätzliche Liegenschaften versorgt werden, wenn beide Wehren gemeinsam im Einsatz sind. Wie Pius Hodel wusste, bestand der Hydrant in der Nähe der Scheune die Feuerprobe bereits. Wegen dem geringen Gefälle handelt es sich um einen so genannten Saughydranten, welcher eigentlich nur für die Schafscheune bestimmt ist.

184'000 Liter Löschwasser
Der Tank misst 8x12 Meter und ist zwei Meter tief. Er fasst somit rund 180 Kubikmeter Feuerlöschwasser. Gespiesen wird der Tank über das Dachwasser. Die Kosten für die Planung, den Bau und den Dienstbarkeitsvertrag betragen rund 68'000 Franken. Die GVL leistet einen Beitrag von 27'000 Franken. Der Rest der Kosten tragen die Gemeinden Luthern und Hergiswil. «Mit dem Bau des Tanks sind wir mit der Erschliessung von abgelegenen Gebieten einen Schritt weiter, hoffen jedoch, dass wir den Feuerlöschwassertank nie für einen Ernstfall brauchen werden», hielt Pius Hodel fest. Trotzdem gebe er den Menschen, die hier leben und wohnen, eine gewisse Sicherheit für Haus und Hof, aber auch für Mensch und Tier.
Weil in diesem Fall keine Schlüsselübergabe stattfinden konnte, überreichten die zwei Frauen des Hergiswiler Gemeinderats den beiden Feuerwehr-Delegationen je zwei Flaschen Wein, welche sie an die Inbetriebnahme erinnern soll. Auch Ueli Wanner von der GVL sowie Beat Huber durften Wein entgegennehmen.

Von links: Gemeinderat Lukas Lustenberger (Luthern), Feuerwehrkommandant Bruno Birrer (Luthern), Christoph Birrer (FW Luthern), Ueli Wanner (Gebäudeversicherung), Feuerwehrkommandant Stefan Buob (Hergiswil), Markus Peter (FW Hergiswil) und Gemeindeammann Pius Hodel (Hergiswil).

Bild Peter Helfenstein

Dankesworte und Apéro
Der Feuerwehrkommandant und Gemeinderat von Luthern, Lukas Lustenberger, weiss aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Feuerwehren sind und dankte den Feuerwehren von Hergiswil und Luthern nochmals für ihren Einsatz anlässlich des Brandes auf seinem Hof. Er dankte Ueli Wanner für den Beitrag der GVL und Pius Hodel für seine Arbeit und für die perfekte Zusammenarbeit der Feuerwehren der Gemeinden Hergiswil und Luthern.
Der Hergiswiler Feuerwehrkommandant Stefan Buob dankte Pius Hodel für sein Engagement im Zusammenhang mit dem Feuerlöschwassertank auf Krieshütten und Ueli Wanner für den finanziellen Beitrag der GVL. Diesen Worten schloss sich Gemeindepräsident Urs Kiener an. Er wies darauf hin, dass Pius Hodel den Gemeinderat über den Stand der Dinge immer bestens informierte. Er bezeichnete die Feuerlöschreserve als etwas Goldenes und sagte, dass es in der Gemeinde weitere Gebiete gäbe, wo man solche Tanks bauen könnte. Er wünschte den Feuerwehren unfallfreie Übungen und keine Ernstfalleinsätze.
Zum Schluss bedankte sich Beat Huber bei Pius Hodel für die gute Zusammenarbeit. Er schilderte, wie es dazukam, dass er und Silvia Wälti Milchschafe halten. Individuell konnten die Anwesenden die Scheune besichtigen und dem Schafbauer Fragen stellen.
Nach der Besichtigung des Schafstalls waren alle Gäste auf der Scheunenbühne zu einem Apéro eingeladen, bei dem natürlich der Schafkäse und die leckeren Schafmilchjogurts nicht fehlen durften.